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Louis Sayn.

Louis Sayn ist ein Baden-Württembergisches Herrenmode-Unternehmen. ‘Frisch aus der Ideenschmiede’ versteht sich die erst Anfang 2009 gegründete Firma als Versandhaus ‘hochwertiger Premiummarken’– allein für Herren. Bogner, Lacoste, Strellson oder Gaastra sind nur einer in der Riege der exklusiven Signets, wobei die Liste auszuführen hier zu lange dauern würde. Festzuhalten bleibt der Anspruch an hohe Qualität, den das Unternehmen betont. Wird der Newcomer im Wettbewerb um den besten Shop bestehen? Probieren geht über studieren.

1) Handhabung der Website

Ein ungewöhnliches Layout in dunkelgrau-blau definiert die Startseite. Es lässt sich nach Produkten oder ganzen Outfits ordnen. Die ‘Mein-Konto’-Funktion sowie der Warenkorb sind ebenfalls eingeblendet.

Die Hauptseite ist unterteilt in mehrere, gleichmäßig große Frames, die jeweils für verschiedene Produkte  und Kategorien werben.

Die Seite ist übersichtlich und durch die Gleichmäßigkeit des Layouts klar strukturiert.

2) Die Bestellung

Unterwäsche ist das Stichwort. Bei Klick auf diesen Stichpunkt öffnet sich ein Pop-Down-Menü.

2.2) Die Suchfunktion

Das Menü ist unübersichtlich, da die Kategorisierungsboxen (s.o.) zu zahlreich sind.

2.3) Die Detailansicht

Es erscheint nach einiger Scroll-Arbeit eine recht spärliche Auswahl schwarzer Hemden und Boxershorts. Das Verhältnis von Auswahlmöglichkeit zur schließlichen Produktvielfalt ist eher dürftig.

Die Detailansicht sieht so aus:

Alles ist nachvollziehbar, nicht mehr als nötig wird angezeigt. Die Qualitätsmerkmale werden per Fließtext präsentiert. Zudem gibt es Einsicht in die Pflegehinweise, die Größtentabelle und Social Media- Funktionen.

Dafür gibt es lediglich eine einzige Ansicht des Produkts.

Rechts sind Menge und Größe sowie die Farbe auszuwählen, dazu werden der Preis und die  Zahlungsmöglichkeiten angezeigt.

In den Warenkorb!

2.4) Die Registrierung

Zunächst erscheint die Information, der Artikel sei dem Warenkorb hinzugefügt worden.

Der Warenkorb ist puristisch. Eine Übersicht über den Bestellfortschritt gibt es nicht, dafür aber eine Kaufanzeige zu Socken, die zu weiteren Käufen ermuntern soll. Nein danke!

2.5) Versandkosten

Auf die 20€ für die Shorts kommen nochmal 5,95€ Versandkosten. Für zwei Unterhosen? Das ist ein bisschen viel; anderswo werden selbst so kleine Gegenstände gratis versendet.

Weiter ‘Zur Kasse’.

2.6) Die Zahlungsbedingungen/Transparenz

Zwei Optionen bieten sich an: Entweder der bestehende Kunden-Login oder anonyme Bestellung. Eine Möglichkeit, sich neu anzumelden, hat der Kunde offenbar nicht.

Im nächsten Schritt erscheint links eine Bestellfortschritt-Leiste. Daneben sollen nun die Rechnungsdaten eingegeben werden. Layout-technisch ist diese Aufteilung clever und funktional gelöst.

‘Bezahlen und Bestätigen’ heißt der vierte Schritt.  Es erscheinen die zuvor eingegebenen Rechnungsdaten,die Zahlungsart und eine Zusammenfassung des Bestellvorgangs.

Zahlungsmöglichkeiten sind Kreditkarte und Rechnung. Schade, dass es offenbar keine Paypal-Funktion gibt.

Unter den Eingabefeldern müssen die AGBs bestätigt werden.

Die Integration von drei Schritten (Überprüfung der Rechnungsdaten, Eingabe der Zahlungsweise und Gesamtübersicht) in einen einzigen Fenster erscheint als eine gelungene Layout-Konzeption.

2.7) Der Abschluss des Bestellvorgangs

Schließlich werde ich zu einer Bestätigung der Bestellung geleitet . Von dort aus führt ein Link zurück zur Hauptseite.


3) Service/Kontakt/E-Mails

Die Bestellbestätigung kommt unverzüglich.

Was im Folgenden jedoch merkwürdig erscheint, ist die fehlende Versandbestätigung des Produkts. Eine kurze Information ließe das Ungewisse wirklich schrumpfen.

4) Versand/Lieferzeiten

Der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen verfasste Abschnitt zum Versand fällt spärlich aus. Es gibt keinerlei Angaben zu Abfertigungs- und Lieferzeiten, auch Angaben zum Logistikpartner fehlen.

Die fehlende Versandbestätigung sorgt weiterhin für Ungewissheit, wann die Ware ankommt.

5)Die Zustellung

Die AGBs lassen nichts über die Dauer des Sendungsvorgangs  verlauten. Drei Tage nach Bestellung aber kam das Paket an.

Punktabzug!

5.2) Zustand des Pakets

Ein unauffälliges, graues, recyclebares Paket aus dünner Pappe ist, was Louis Sayn bei der ersten Testbestellung liefert. Die Sendung ist für den spärlichen  Inhalt insgesamt zu groß.

Das Innere des Pakets zeigt, wie überdimensional das Paket für die Boxershorts ausfällt.

5.3) Die Rechnung

Neben dem vom Hersteller verpackten Produkt liegt bloß noch ein weißer Zettel bei, der alle relevanten Informationen enthält.

Es handelt sich offenbar um die Rechnung, den Retoure-Aufkleber, einen Rücksendeschein und einem persönlichen Rücksende-Einlieferungsbelege; laut Louis Sayn ist dieser

‘für [meine] Unterlagen’.

Die platz- und papiersparende Version ist ein deutlicher Bonuspunkt auf der Nachhaltigkeits-Ebene.

Die Rechnung ist übersichtlich; der Posten ‘Porto und Verpackung’ wird wie ein Produkt in der Liste geführt. Ein persönliches Anschreiben fehlt, ansonsten gibt es aber nichts auszusetzen.

Der beigelegte Überweisungsträger entzieht sich mir hier einer kompletten Deutung. Wozu der Vordruck? Eine Erklärung fehlt.

5.4) Das Produkt

Ich öffne den Schiesser-Pappwürfel, um zu überprüfen, ob überhaupt die bestelle Ware drin ist. Tatsächlich: Die Schiesser-Feinripp-Shorts im Doppelpack kommen zum Vorschein.

6) Umtausch/Rückgabe

Innerhalb von vierzehn Tagen dürfen die Unterhosen in der Originalverpackung und ungetragen zurückgesendet werden – ohne Angabe von Gründen, so steht es in den AGB. Weshalb dennoch eine ganze Liste von Retourengründen auf der Rückseite des All-in-One-Retourenpapiers beigelegt ist, ist unschlüssig.

Das Rückgabeverfahren ist nachvollziehbar; jedoch soll zu der Angabe von Gründen per Häkchen auch eine Unterschrift abgegeben werden, wobei dieser Hinweis so klein ausfällt, dass er leicht zu übersehen ist.

Die Rücksendung ist  laut AGB kostenlos, die Bearbeitungszeit der Rücksendung steht nirgends geschrieben.

7) Rückbuchung/ Nachbetreuung

Ich erhalte keinerlei Nachricht darüber, ob mein Paket jemals angekommen ist. Nach mehrmaligem Nachfragen erhalte ich knapp zwei Wochen später die Antwort, dass alles gut gegangen sei und der Betrag der Warensendung zurück auf mein Konto gebucht wurde.

Kundenservice wird offensichtlich nicht sonderlich groß geschrieben. Dennoch ist der Kontakt freundlich; ich habe den Eindruck, dass die Nachricht aufgrund der Verzögerung persönlich an mich verfasst wurde.

Fazit

Louis Sayn vertritt zwar die Belange des Mannes gut: Das Marken-Portfolio beinhaltet alle Brands, mit denen man(n) sich auch aus weiblicher Perpektive durchaus sehen lassen kann.

Die Qualität des bestellten Schiesser-Feinripps war hoch. Bei der ersten Bestellung verlief der Bestellvorgang an sich und der Versand entsprechend den Erwartungen. Das Rücksendeverfahren und die Nachbetreuung der Kunden könnten besser laufen.

Bei einer privaten Bestellung eines Kollegen verlief die Bestellung im Gesamten nicht gut ab: bestellt wurde Ende Oktober, letzendlich kam die Ware BIS HEUTE gar nicht an. Eine schlechte E-Mail- Korrespondenz  voller Missverständnisse sorgte für Chaos und wirklichen Ärger.

So teilte der Kundenservice erst nach mehrmaliger eigener Nachfrage mit:

Gerne möchten wir Ihnen mitteilen, dass das Poloshirt in der Farbe Schlamm in den nächsten Werktagen an Sie ausgeliefert wird. [...] Eine erneute Sendung erwarten wir Ende Januar.

Das Polohemd wurde von unserem Kollegen auch nicht in der Farbe ‘Schlamm’, sondern in ‘Marineblau’ bestellt! Bei Lieferverzögerungen von 3 Monaten hätte der Kunde umgehend informiert werden müssen; auch die Webseite hätte einen Hinweis über Engpässe enthalten müssen – so ist bis heute weder die richtige Ware noch eine vollständige Lieferung angekommen, der Bestellprozess dauert nun schon fast 3 Monate!

Aufgrund dieser Einschränkungen können wir dem Louis Sayn Online-Shop das Siegel (noch) nicht verleihen. Wir haben nun eine dritte Bestellung getätigt, um die vorangegangenen Ergebnisse objektivieren zu können und dem Onlineshop eine Chance zur Optmierung zu geben. Wir berichten weiter!

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Kommentare

  1. christian März 17, 2011

    leider kann ich die erfahrungen mit diesem shop nur bestätigen. habe schon mehrfach bestellt, immer waren die ieferzeiten nicht wie angegeben. auf rückfragen teilweise freche antworten, wenn sich überhaupt jemand gemeldet hat. extrem schlechter service, schlechte verpackung bei noch nicht einmal vergleichweise günstigen preisen. ich werde hier nie mehr bestellen.

  2. stefan April 30, 2011

    Ähnliche Erfahrung hab ich auch gemacht , welch ein unterschied im Vergleich zu ZALANDO keine Versandbestätigung ,eine Woche Lieferzeit keine Mail über meine zurück gelieferte Ware und ob der Ersatz schon versendet wurde ich glaube das war mein erster und letzter Einkauf dort zumal noch 5,95 Euro Versandgebühr !

  3. Frank McGeorge Juli 22, 2011

    In Usability und Optik befindet sich der Shop in den Anfängen des Internet. Ob die Ware vorhanden ist erfährt man erst, wenn man in den Warenkorb geht. Allerdings treffen dann auch diese Angaben nicht zuverlässig ein. So kann es passieren, dass man Ware (sofort lieferbar) bestellt und dann bei telefonischer Nachfrage nach vielen Tagen erfährt, dass die Ware doch nicht vorhanden war. Ich habe drei Wochen auf meine Bestellung gewartet und sie dann abgeschrieben. Der telefonische Service erschien, wie die gesamte Shop-Logistik, desolat. Man kann nur jedem empfehlen einen weiten Weg um diesen Shop zu machen. Oder besser gesagt, Finger weg!!

    • Nina Juli 29, 2011

      Zu ähnlichen Ergebnissen sind wir auch gekommen, allerdings werden wir demnächst eine erneute Testbestellung aufgeben, um dem Shop Chance zur Verbesserung zu geben.

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